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Kuren und Anwendungen

Kurbehandlungen mit ihrer Vielzahl von Therapien verfolgen das Ziel der Linderung, Genesung, Heilung und Vorbeugung von Krankheiten. Kuren stärken das Immunsystem und stellen das physische und psychische Gleichgewicht her.

Bitte wählen Sie den jeweiligen Bergriff der nachfolgend beschriebenen gesundheitlichen Einschränkung aus, um über die jeweiligen Symptome ausführliche Informationen zu erhalten und eventuell Kur- und Rehabilitationsmöglichkeiten zu beantragen:

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Begriffs Box : Kuren und Anwendungen

Adipositas - Fettsucht
Rehabilitation bei Übergewicht und Fettsucht

Zunehmend erkranken Menschen an Übergewicht und Adipositas (Fettsucht). Hiervon sind Kinder genau so betroffen wie Erwachsene. Nicht nur psychische Begleiterscheinungen, sondern auch Herz-Kreislauf Beschwerden und Diabetes sind häufig die Folge der Fettsucht. Nicht immer ist die falsche Ernährung, zu wenig Bewegung und eine ungesunde Lebensführung für Adipositas verantwortlich. So wird häufig auch die Fettsucht durch die Einnahme falscher oder zu hoch dosierter Medikamente, durch erbliche Vorbelastungen und allgemeine psychische Beschwerden (Minderwertigkeitskomplexe) ausgelöst und gefördert. Für die meisten Betroffenen ist es sehr schwer bis unmöglich alleine und ohne Beistand das Übergewicht in den Griff zu bekommen. Meist ziehen sich diese Personen in eine Isolation zurück und verlieren dann zunehmend die Kontakte zur Außenwelt. Wer es alleine nicht mehr schafft zu einer gesunderen Lebensweise zurück zu finden, sollte unbedingt den Arzt aufsuchen. Dieser kann in Gesprächen und mit verschiedenen, medizinischen Untersuchungen erfahren, ob im Einzelfall eine reine Übergewichtigkeit besteht oder Adipositas vorliegt. Der nächste Schritt ist dann die die Beantragung einer speziell für Übergewichtige Kur. Allerdings sind die Erfolge nur dann gegeben, wenn der Übergewichtige und/ oder die an Adipositas leidende Person einen eisernen Willen mitbringt und sich genau an die Kuranweisungen hält.

Asthma
Möglichkeiten der Therapie bei Asthma und bronchialen Erkrankungen

Die in unserer heutigen Gesellschaft mit am häufigsten Erkrankungen beziehen sich auf die Atemwege. Von Asthma, oder auch Asthma Bronchiale genannt, sind immer mehr Menschen schon im jungen Alter betroffen. Ein Grund liegt sicherlich in der zunehmenden Luftverschmutzung. Auch Allergien und Infektionen oder Stoffe in den verschiedensten Chemikalien gelten als Auslöser für chronisch entzündete Atemwege, dem Asthma.

Die Bronchialschleimhaut wird hierdurch einer ständigen, starken Reizung unterzogen und kann sich von alleine nicht mehr regenerieren. Eine große Anzahl von unter Asthma und Asthma Bronchiale betroffenen Personen sind die Bronchialschleimhäute von einer so genannte Hyperagilität geschädigt und die Atemwege reagieren nun auf die verschiedenen Reizungen überempfindlich.

Spezielle Kurkliniken bieten für Patienten, die chronisch unter Asthma leiden und hierdurch psychisch belastet sind, Kuren für Atemwegserkrankungen an. Bei der richtig angewendeten Therapie ist in den meisten Fällen eine deutliche Verbesserung zu erreichen und an Asthma leidende Personen können sich danach häufig wieder in ihr soziales Umfeld intrigieren.

Ayurveda
Ayurveda-Kuren erreichen häufig einen barrierefreien Stoffwechsel

Die indische Philosophie – und Naturlehre Ayurveda, das Wissen vom Leben ist der Name für die indische Heilkunst, welche in Indien, Nepal und Sri Lanka weit verbreitet ist. Die Ayurveda bezieht sich auf Symbiose der im Körper befindlichen, verschieden Elemente und strebt den Einklang im gesamten Organismus an. Als Grundlage der Gesundheitslehre Ayurveda dient die Auffassung, dass nur ein Organismus und der sich darin befindliche Stoffwechsel im Einklang sind, wenn keinerlei Barrieren vorhanden sind. Erst dann sind die Voraussetzungen geschaffen, dass der Körper gesund ist und sich selbst heilen kann.

Nach der Gesundheitslehre Ayurveda sind in jedem Körper Doshas vorhanden. Diese werden als Pitta, Vata und Kapha bezeichnet. Diese Doshas gelten als eigentliche Speicher der verschieden Elemente in unserem Körper und nur hierdurch ist ein Funktionieren der verschieden, lebenserhaltenden Prozesse möglich. Da die Doshas bei jedem Menschen unterschiedlich in der Stärke sind, ergeben sich individuelle Persönlichkeiten. Dem Kapha wird die Eigenschaft der Körperfestigkeit mit den eigenen Strukturen zugeschrieben. Das Vata steuert die gesamte Steuerung – und Bewegung, ist also für unsere Motorik verantwortlich. Pitta leitet den Stoffwechsel in der richtigen Dosierung. Damit die Körperfunktionen entfaltet werden und erhalten bleiben, dürfen die Doshas bei ihrem Weg durch den Körper zur Entfaltung der eigenen Kräfte auf keinerlei Hindernisse stoßen.

Burn-Out-Syndrom
Möglichkeiten einer Kur für überlastete, ausgebrannte Personen

Die zunehmend häufiger auftretende Zivilisationskrankheit, das Burn-Out-Syndrom zeigt sich durch eine (meist chronisch werdende) psychische und physische Erschöpfung. Als man diese Krankheit, das Burn-Out-Syndrom erkannte, bezogen sich die Symptome hauptsächlich auf Patienten, welche aufgrund der beruflichen Belastungen gezwungen waren, ihr Privatleben fast vollständig in den Hintergrund zu stellen. Die Folge war dann eine emotionale Verkümmerung, ein Verlieren in sich selbst.

Die Beschäftigung der Wissenschaft, Psychiatern und Ärzten hatte zum Ergebnis, dass die psychische Erkrankung, das Burn-Out-Syndrom, nicht nur bestimmte Gruppen betraf, sondern sich auf die gesamte Gesellschaft bezieht. Weiterhin kam heraus, dass mehr Frauen vom Burn-Out-Syndrom als Männer betroffen sind. Die Gründe hierfür sind in der zusätzlichen Belastung durch Kinder, Familie und dem Druck des dadurch veränderten, sozialen Umfeldes zu finden. Speziell dieser Gruppe wird durch überhöhte, ständige Anforderungen ein sehr großer Druck auferlegt, der eine enorme Kraft erfordert und sich in einem Rückzug in sich selbst äußern kann.

Durch den privaten und beruflichen Stress werden aber auch Männer immer häufiger vom Burn-Out-Syndrom befallen und letztlich ausgebrannt und leer zu Opfern des Rückzugs in sich selbst. Durch eine Selbstüberforderung und zu hohe Erwartung an die eigenen Leistungen und Möglichkeiten entsteht ein Druck, der irgendwann einen Punkt erreicht, den man aus eigener Kraft nicht mehr überwinden kann. Speziell jene Menschen, welche nach Außen hin die „Macher“ verkörpern und vor Zielstrebigkeit glänzen, um sich immer neu beweisen zu müssen, leiden am Burn-Out-Syndrom. Ist diese Krankheit erst einmal manifestiert, fühlen sich die betroffenen Personen meist schleichend total erschöpft und ausgebrannt. Zusätzlich kommen dann noch der allgegenwärtige Pessimismus und häufige depressive Anfälle hinzu.

Der Prozess wird von einem starken Müdigkeitsgefühl, eigenen Vorwürfen, der Ruhelosigkeit und schwindender Kraft begleitet und endet meist in starken Selbstvorwürfen. Magen–Darmbeschwerden, starke Stimmungsschwankungen, Verspannungen und Schlaflosigkeit sind im fortgeschrittenen Stadium des Burn-Out-Syndroms die Regel.

Der emotionale Abbau und das intolerante, dem Gegenüber vorwurfsvolle Verhalten, führt zur Vernachlässigung der zwischenmenschlichen Kontakte innerhalb der Familie und dem Freundeskreis. Eine weitere Isolierung ist die Zwangsläufigkeit. Dieses Endstadium des Burn-Out-Syndroms führt in eine starke Gefährdung der betroffenen Person, welche ohne Hilfe die Gefühle der eigenen Hilflosigkeit und Sinnlosigkeit in eine tiefe Verzweiflung lenkt. So kann in nicht seltenen Fällen das Burn-Out-Syndrom bis hin zum Suizid, dem Selbstmord führen.

Chronische Atemwegserkrankungen
Heilung durch spezielle Kuren und Therapien

Atemwegserkrankungen in den unterschiedlichsten Formen gehören heute zu den Krankheiten, von denen immer häufiger auch schon junge Menschen befallen sind. Bedingt durch eine gestörte, erschwerte Atmung, hervorgerufen durch äußere Einflüsse, Infektionen und Entzündungen der Atmungsorgane, verschlechtert sich die Leistungsfähigkeit und der Gesundheitszustand kontinuierlich.

Psychosoziale und physische Folgen sind durch eine andauernde Reizung der Atemwege vorgegeben. Krankheitsbedingte Ausgrenzungen vom sozialen Umfeld, sowie der Aufenthalt in der Gesellschaft werden zu einer sehr großen Überwindung. Nur unter großen Anstrengungen ist es Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen möglich, im ständigen Smog der Abgase und der zunehmenden Luftverschmutzung die Aufgaben des täglichen Lebens wahrzunehmen.

In dieser Situation und den dadurch ausgelösten Stress sind Folgeerkrankungen, welche den gesamten Organismus betreffen, vorbestimmt. In den meisten Fällen begeben sich von chronischen Atemwegserkrankungen betroffene Personen zu spät und/ oder überhaupt nicht in ärztliche Behandlung und erleiden hierdurch chronische Schädigungen der Atemorgane. Lungenentzündungen sind die Folge und der Patient muss sich einer langwierigen, intensiven Behandlung unterziehen, deren Folgen sicht meist chronisch entwickeln und häufig (bei zu später Behandlung) zu irreparablen Schäden an der Lunge führen.

Chronisches Schmerzsyndrom
Behandlung – Linderung durch spezielle Kuranwendungen

Die Entstehung von Schmerzen und deren Ursachen gelten auch heute noch als medizinisch, kompliziertes Gebiet. Die Zusammenhänge von chronischen Schmerzen bergen immer noch viele Geheimnisse. Die Ursachen von Schmerzen werden durch körperliche Defekte und in gleichem Maße durch psychische Einflüsse bestimmt. Nicht gelöste Konflikte, soziale Probleme und andauernde Verarbeitungsprozesse beeinflussen Schmerzen und deren Entstehung. Der Körper warnt durch Schmerzen und mahnt uns zu reagieren und die Ursachen abzustellen. So werden Schmerzen von jedem Menschen anders empfunden, da auch der Anlass für das chronische Schmerzsyndrom unterschiedlich und individuell ist.

Hier setzten die verschiedenen Methoden der speziellen Kuren für Menschen, welche an dem chronischen Schmerzsyndrom leiden, an, um den Betroffenen gezielt Linderung zu verschaffen. Die Verminderung der eigentlichen, physischen Schmerzen steht beim Kuren nicht im Vordergrund, sondern Erkenntnisgewinnung zur Linderung von psychischen Beeinträchtigungen.

Von dem chronischen Schmerzsyndrom sind ca. ein Drittel der Männer betroffen. Wesentlich häufiger aber Frauen unter 40 Jahren von somatoformen Schmerzstörungen betroffen. Anhaltende somatoforme Schmerzstörungen machen sich durch einen quälenden, körperlich nicht genau erklärbaren Schmerz bemerkbar. Bei den entsprechenden, speziellen Kuranwendungen besteht die therapeutische Aufgabe im Umgang mit Schmerzpatienten darin, nicht den Schmerz zu beseitigen, sondern diesen und dessen Ursache zu verstehen und dadurch anzunehmen.

Die wesentliche Rolle auf dem Wege über Spezialkuren Linderung für den Patienten zu erreichen spielt das Patienten-Arzt Verhältnis. Bei der speziellen chronischen Schmerzsyndrom Kur werden in erster Linie, neben der therapeutischen Betreuung, die Sympthome festgestellt. Neben medizinischer Betreuung und therapeutischer Linderung der Symptome wird so während der Spezialkur vor allem auf die Funktion des Symptoms eingegangen

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Down-Syndrom
Therapie – und Kurmöglichkeiten beim Down-Syndrom

Das Down-Syndrom betrifft alleine in Deutschland ca. 700 Fälle im Jahr. Das Down-Syndrom, auch unter dem Begriff Trisomie bekannt, ist eine Gnommutation im Zusammenhang mit einem typischen, äußeren Erscheinungsbild und in den meisten Fällen, einer geistigen Beeinträchtigung. Zusätzlich können häufig angeborene Herzfehler mit in das Down-Syndrom hineinspielen.

Den Angehörigen der vom Down-Syndrom betroffenen Menschen wird von unserer Gesellschaft immer noch mit starker Ablehnung und Ausgrenzung begegnet. Hierdurch entstehen Schuldgefühle, Machtlosigkeit und letztlich ein sozialer Rückzug. Hierdurch entsteht ein starker, innerer Druck, der sehr viel Kraft- und Anstrengung erfordert und eine Eingliederung in das Alltagsleben verunmöglicht.

Auch speziell für diese, von den Folgen des Down-Syndroms gequälten Kinder und Eltern werden spezielle Kuren angeboten. Denn mit dem Aufbau zu einem stärkeren Selbstbewusstsein entsteht gleichzeitig die Eigenständigkeit und so werden die Wege für ein eigenständiges, bewusstes Leben in der Gesellschaft geebnet.

Emotionale Störungen
Kuren und Therapien zum Ausgleich emotionaler Störungen

Emotionale Störungen treten im Bereich der psychischen Störungen auf und sind durch die zunehmende Häufigkeit als eine der Hauptleiden unserer heutigen Zeit anzusehen. Diese psychische Beeinträchtigung wird auch als neue Zivilisationskrankheit bezeichnet. Waren Anfänglich hauptsächlich Erwachsene von emotionalen Störungen betroffen, leiden nun zunehmend Kinder darunter.

Die Gründe für emotionale Störungen sind hauptsächlich im direkten Umfeld des Betroffenen zu suchen. Speziell bei Stadtkindern spielen das Umfeld, die fehlende Natur, der Leistungsdruck und emotionale Bindungen an Freunde und Familie sehr stark mit hinein. Hinzu kommen der alltäglich Stress und die Konfrontation mit zunehmenden Gefahrensituationen, sowie ein schulischer Druck und Stress. Durch die fehlenden Möglichkeiten zur freien Entfaltung, den wirtschaftlichen Schwierigkeiten, keinen Zukunftsperspektiven und sozialem Druck, werden die emotionalen Störungen weiter verstärkt und eine gesunde, sozial verträgliche Entwicklung stark negativ beeinflusst. Die meisten (vor allem Stadtkinder) erleben in der frühkindlichen Entwicklungsphase die verschiedensten Bedrohungen, aus denen sich dann emotionale Probleme und Störungen des sozialen Verhaltens ergeben. Ängste und Phobien können die Entwicklung soweit stören, dass Aggressionen oder Depressionen die zwangsläufige Folge sind.

Der Druck unserer erfolgsorientierten, egoistischen Gesellschaft, eine gestörte Familiensituation und die harte, teilweise unbarmherzige schulische Situation erzeugen einen Druck auf Kinder, der sich dann in seelischen und/ oder körperlichen Symptomen äußert und letztlich für die emotionalen Störungen verantwortlich ist.

Gehörlose
Kuren und Kuranwendungen für gehörlose Menschen

Menschen, welche von ihrer Geburt an taub sind, oder Gehörlose, welche in ihrer Kindheit durch Unfall oder Krankheit das Gehör verloren haben, werden als gehörlos bezeichnet. Durch die Gebärdensprache ist den meisten Behinderten Gehörlosen trotzdem möglich, in Kommunikation mit anderen gehörlosen Menschen zu treten, oder sich mit hörenden Menschen zu verständigen. Die Gebärdensprache ist eine Mischung aus der Mundbildung, Mimik und bestimmten Handbewegungen. Sie ist ähnlich umfangreich im Ausdruck, der Vielfalt und der Grammatik wie die Sprache der Hörenden.

So leicht es den Gehörlosen auch fällt sich untereinander zu verständigen, ergeben sich innerhalb unserer hörenden Gesellschaft häufig fast unlösbare Probleme. Behörden, Bildungseinrichtungen, Veranstaltungen, Schulen und sonstige Bildungseinrichtungen usw. verfügen in den meisten Fällen über keinen Mitarbeiter, welcher die Gebärdensprache beherrscht und als Dolmetscher fungieren kann. Diese Institutionen stellen für Gehörlose große Hindernisse dar und in vielen Fällen entstehen so die vorgegebenen Konflikte beim Leben in unserer Gesellschaft, welche in der Hauptsache aus Missverständnissen bestehen.

So ist es verständlich, dass bei gehörlosen Menschen die Eingliederung in unsere Gesellschaft mit großen Schwierigkeiten verbunden ist und bei ihnen häufig Gefühle von Ängsten, Trauer, Wut und Enttäuschung hochkommen. Auch am schwer zu findenden Arbeitsplatz tauchen ähnliche Probleme zwischen gehörlosen Menschen und hörenden Arbeitskollegen auf. Schnell entsteht bei den hörenden ein Schubladendenken und Schwerhörige oder Gehörlose werden als dumm und schwer von Begriff eingestuft. Da oftmals zur ererbten Gehörlosigkeit noch andere, körperliche Beeinträchtigungen hinzu kommen, sind gehörlose Menschen häufig auf kontinuierliche, therapeutische Maßnahmen und andauernde, ärztliche Begleitung angewiesen. Für eine erworbene Gehörlosigkeit, welche als Taubheit bezeichnet wird, können vergangene Krankheiten wie Masern und/ oder Scharlach das Problem der Taubheit verursacht haben.

Durch die enorme Last im Umgang mit dem sozialen Umfeld, entstehen in vielen Fällen seelische Probleme, welche wiederum zu großen Stimmungsschwankungen führen. Somatische Probleme, Schlafstörungen, Depressionen und eine zunehmende Interessenlosigkeit an ihrem Umfeld sind die Folge.

Versucht nun der taube oder gehörlose Mensch therapeutische und medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, entstehen die nächsten Barrieren. Dadurch, dass er sich seinem Therapeuten oder Arzt nicht richtig vermitteln kann, findet auch nicht die zielgerichtete Behandlung statt. Nur wenn mit Hilfe von außen, zum Beispiel einem Übersetzer für Gebärdensprache, die Probleme übergebracht werden können, lassen sich durch gezielte Maßnahmen, auch durch Kuren – Kuranwendungen chronische Erkrankungen vermeiden.

Hyperkinetisches Syndrom
Therapiemöglichkeiten bei Hyperaktivitätsstörung

Hyperaktivitätsstörungen und ein ausgeprägtes Aufmerksamkeitsdefizit sind Symptome einer Verhaltensstörung, welche sich in der Regel bei Kindern im Vorschulalter einstellen und bei falscher oder nicht fachgerechter therapeutischer Behandlung bis ins Erwachsenalter hineinspielen. Aufmerksamkeitsdefizitstörungen können sowohl angeboren sein, als auch innerhalb des Schulalters und der Pubertät entstehen. Allgemein gilt beim hyperkinetischem Syndrom, dass die Entstehungsgeschichte für ADHS vielfältiger Natur und sehr schwer einzuordnen ist. Traumata und neurologische Ursachen rufen im frühkindlichen Alter häufig diese Mängel an Aufmerksamkeit hervor. Grundsätzlich sind diese psychischen Defekte bei jedem Kind individuell ausgeprägt und von unterschiedlichem Schweregrat.

Teilweise benötigen ADHS Patienten starke Unterstützung und therapeutische Hilfe zur Bewältigung ihrer Alltagsaufgaben. ADHS Betroffene zeigen in der Regel einen überdurchschnittlich hohen Intelligenzquotienten. Dieser ermöglicht es ihnen, sich sehr gut, meist ohne Auffälligkeiten, in das soziale und berufliche Umfeld einzubringen. Allerdings schwanken die Leistungskurven bei Patienten mit dem Hyperkinetischen Syndrom sehr stark. Dies führt zu starken, emotionalen psychischen Belastungen der ADHS Betroffenen und endet häufig in Depressionen, welche zeitweilig in Aggressionen enden. Leider werden bei schwach ausgebildeter Symptomatik häufig die psychischen Probleme nicht oder viel zu spät bemerkt und eine Therapie daher nicht durchgeführt. Somit sind die Wege für Folgeerscheinungen, wie Ängste, falsches Essverhalten, Isolation vom Umfeld und letztlich Depressionen geebnet.

Stärker als andere Menschen leiden vom hyperkinetischen Syndrom Betroffene unter ständigen Reizüberflutungen. Zunehmenden Druck durch Schule, Beruf und sozialem Umfeld belasten ADHS Patienten wesentlich mehr und fordern eine ständige, enorme Kraftanstrengung. Durch die starke Sensibilität allen von außen kommenden Einflüssen gegenüber, sind ADHS Patienten häufig von starken Konzentrationsstörungen betroffen. Durch diese Spirale der nichtverarbeiteten, äußeren Einflüsse entstehen dann oftmals Situationen, in denen vom Hyperkinetischen Syndrom Betroffene ihre Situation nicht mehr in den Griff bekommen und den Anschein von Hilflosigkeit erwecken.

Symptomatisch ist es auch, dass diese Patienten als Schüler hochbegabt waren, um nach einer gewissen Zeit anscheinend das Interesse am Unterricht verlieren und sich in sich selbst zurückziehen, die Kontakte mit ihrem sozialen Umfeld abbrechen.

Wenn die Krankheit, das Hyperkinetisches Syndrom erkannt wurde, bedarf es in den meisten Fällen der Hilfe eines Therapeuten. Dieser stellt zusammen mit dem Betroffenen fest, wo dessen individuelle Fähigkeiten liegen und welche Stärken gefördert werden sollten. Nur so ist es möglich, eine Therapie durchzuführen, welche vorbeugt gegen Folgeerkrankungen und negative Begleiterscheinungen ausschaltet.

Die Therapie verfolgt das Ziel ein Ergebnis zu erzielen, welches mit der Änderung vom Lebensumfeld des Patienten die Möglichkeit bietet, ohne Probleme und größeren Schwierigkeiten die eigenen Potentiale auszuschöpfen. Hierfür eignet sich eine ganzheitliche psychologische Therapie, bei welcher auf die seelischen Bedürfnisse des Patienten eingegangen wird und die zahlreichen Neben– und Folgeerkrankungen behandelt werden.

Kinderkuren
Beantragung und Durchführung einer Kinder Kur

Die Beantragung und Durchführung einer Kinder Kur ist dann angebracht, wenn psychische Probleme, familiäre Krankheitsbilder, Atemwegserkrankungen, Hautkrankheiten oder Allergien vorliegen. Hierbei steht immer der psychosoziale und emotionale Bezug zur Umwelt des Kindes im Vordergrund. Grundsätzlich sollten die speziellen Einrichtungen immer von pädagogisch ausgebildetem Personal betreut sein. Auch ist darauf zu achten, dass Kinder wesentlich mehr Zeit zur Umstellung an den neuen Lebensraum und natürlich das veränderte Klima beanspruchen.

Die von den Krankenkassen anerkannten Rehabilitationseinrichtungen für Kinderkuren liegen immer in besonderen, klimatischen Gebieten. Häufig in Gebirgen, in der Nähe von größeren Seen oder auch direkt am Meer. Immer sind die Behandlungsformen von einem Arzt verordnet worden und werden von Mitarbeitern betreut, welche pflegerisch und medizinisch ausgebildet sind und bei denen die aktive Freizeitgestaltung, Gesundheitserziehung und eine soziale Einbindung der Kinder im Vordergrund liegen.

Die vom Arzt vorgeschlagene und befürwortete Kinder Kur wird zuzahlungsfrei für die begleitenden Eltern von der Krankenkasse übernommen. Grundsätzlich ist für eine Dauer der Kinder Kur mindestens 4 Wochen einzuplanen. Nur so ist der Erfolg auch absehbar und von anhaltender Wirkung.

Mayr Kur
Darmreinigung und Darmsanierung mit der Milch-Semmel-Kur

Zunehmende Umweltbelastungen, der wachsende Stress im Alltag und die Herausforderungen des sozialen und familiären Umfeldes beeinflussen die Lebensweise und Essgewohnheiten problematisch. Diese ungesunde Lebensweise verursacht eine Vielzahl gesundheitlicher Probleme, bis hin zu irreparablen Schäden, auch (leichtfertig) Zivilisationskrankheiten genannt. Bleierne, stetige Müdigkeit, Kopfschmerzen und Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten und ein schwaches Immunsystem sind die Folge. Hinzu kommt die falsche, kalorienreiche Ernährung, die verhindert, dass der Stoffwechsel funktioniert. Unter mangelnder Bewegung leidet zusätzlich der Darm, der somit nicht mehr seiner Aufgabe, die Verdauung ohne Schwierigkeiten durchzuführen, nachkommen kann. Es werden vom Darm mehr Abfallstoffe als die benötigten Nährstoffe produziert. Genau hier setzt die Vergiftung des Körpers ein, da sich die vom Darm produzierte Abfallstoffe an den unterschiedlichsten Organen, den Venen und Arterien festsetzen und zu ernsten Erkrankungen führen.

Weiterhin führen ständige Verstopfungen über Darmentzündungen und Darmverschluss bis hin zum Darmkrebs, welcher im bewegungsarmen Deutschland die 2. häufigste Todesursache darstellt.

Die ständige Pflege der Darmflora und die Entlastung des Darms sollten nicht erst bei den ersten Symptomen beginnen, sondern zur Vorbeugung weiterer Krankheiten fester Bestandteil der Nahrungsaufnahme sein. Die Anerkannte Möglichkeit den Darm zu sanieren und zu reinigen, ist die Milch-Semmel-Kur. Die Milch-Semmel-Kur saniert den Darm in verschieden Stufen. Ziel der Milch-Semmel-Kur ist die Umstellung des Darms auf eine gesunde, Nährstoff produzierende Tätigkeit. Bei der Milch-Semmel-Kur Entschlackung wird der Darm entgiftet und so die Selbstheilungskräfte des Körpers gestärkt. Diese Entschlackung beugt auch Nierenleiden vor, indem die Milch-Semmel-Kur die Übersäuerung beseitigt. Letztlich werden die Flüssigkeiten im körpereigenen Gewebe auf ein erträgliches Maß geleitet und das Körpergewebe hierdurch gefestigt.

Mutter und Kind Kur
Wenn die Mutter erschöpft ist

Die Mutter-Kind-Kur wird als medizinische Leistung von den Krankenkassen für einen Kuraufenthalt von mindestens 3 Wochen bezahlt. Der Kuraufenthalt beinhaltet Ernährungsberatungen, Gespräche in Gruppen und Einzelgespräche, Entspannungstherapien und Bewegungsprogramme. Die Mutter-Kind-Kur bietet den Müttern die nötige Erholung und die gezielte Behandlung bei Erschöpfungszuständen, den unterschiedlichsten, körperlichen Beschwerden und psychischen Belastungen, die nicht nur durch den Familienalltag entstanden sind.

Sollte keine Möglichkeit bestehen, die Kinder zu Hause zu betreuen, dürfen die Kinder die Mutter begleiten. Liegen gesundheitliche Probleme bei den Kindern vor, werden diese mitbehandelt. Die bei Kindern am meisten auftretenden Krankheiten und Beschwerden beziehen sich auf das Atmwegssystem, Verhaltensstörungen, Infektanfälligkeit und Beschwerden der Haut und des Bewegungsapparates. Hierfür stehen in den Kureinrichtungen Ernährungsberater, Pädagogen, Psychologen und Physiotherapeuten, Ernährungsberater und Erzieher bereit.

Rehabilitationsmaßnahmen und Vorsorgemaßnahmen werden bei der Mutter-Kind-Kur unterschiedlich angeboten und behandelt. Die Vorsorgemaßnahmen beziehen sich auf die positive Wirkung von erkannten Risikofaktoren. Hier im Besonderen die Fettleibigkeit (Übergewicht) und der damit zusammen hängende Bewegungsmangel. Die Rehabilitationsmaßnahmen sollen die Folgen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung verbessern und mindern.

Eine Mutter-Kind-Kur hat zum Ziel, Müttern die unter Erschöpfung leiden, zu starken psychischen Belastungen ausgesetzt sind oder andere, körperliche Beschwerden haben, Erholung und Besserung zu verschaffen und somit die Beschwerden zu lindern. Damit die Kinder in der meistens 3 Wochen dauernden Kur versorgt sind, begleiten diese die Mutter während der Mutter-Kind-Kur. Die meisten Kinder befinden sich im Alter von 2-14 Jahren. Diese Mutter-Kind-Kuren werden in gleicher Weise auch als Vater-Kind-Kur angeboten und von den Krankenkassen bezahlt.

Neurodermitis, das Beugenekzem
Kur Informationen zum endogenen Ekzem

Neurodermitis ist ein immer wiederkehrendes Ekzem an der Haut, welches in Schüben auftritt. Bekannt ist dieses Leiden auch unter den Begriffen Beugenekzem, endogenes Ekzem und atopische Dermatitis. Die große, psychische Belastung von Neurodermitis Patienten entsteht durch den starken Juckreiz und den extremen Rötungen, welche meist in Schuppen der Haut endet. Eine sehr trockene und gegen Umwelteinflüsse empfindliche Haut begünstigen die Neurodermitis. Da der Juckreiz häufig die Belastungsgrenze übersteigt, wird das Kratzen unkontrolliert und/ oder unbewusst ausgeführt und führt zu Verletzungen der Haut. So entstehen kleine Risse und Wunden, in die sich die Bakterien erneut einnisten. Anschließend beginnt die Haut noch stärker zu jucken und zu nässen. Somit ist der Kreislauf geschlossen und die Neurodermitis, das Beugenekzem beginnt von Neuem.

Medizinisch konnte noch nicht ergründet werden, warum die Neurodermitis wann in welchen Schüben auftritt. Die einen sprechen von einem Defekt der Gene, die andere Seite stützt sich bei ihrer These auf bestimmte, noch nicht erkannte Umweltfaktoren. Viele Betroffene berichten vom Ausbrechen der Neurodermitis Anfälle, wenn diese einer starken physischen und/ oder psychischen Belastung ausgesetzt sind.

Schuppenflechte oder auch Psosiaris
Linderung der Schuppenflechte durch Therapien

In der Regel werden durch die verschieden Cremen nur einige Beschwerden der Schuppenflechte, wie der extreme Juckreiz und die Wundheilung bekämpft. Aber die eigentliche Ursache von Psosiaris wird nicht beseitigt. So leiden allein in Deutschland ca. 3% der Menschen an Schuppenflechte. In den meisten Fällen entsteht die Schuppenflechte durch Vererbung und Psosearis ist nicht ansteckend. Überall am Körper können sich stark schuppige Hautpartien ausbreiten und teilweise sogar Finger- und Fußnägel befallen.

Eine Linderung kann durch die Umstellung der Ernährung, aber auch durch besondere Medikamente, Creme und andere Mittel erzielt werden. Weiterhin ist es möglich, den von Schuppenflechte befallenen Patienten durch spezielle psychotherapeutische Maßnahme Linderung zu verschaffen. Hierfür werden bestimmte Therapien angeboten, die auf die individuelle Art der unterschiedlichten Schuppenflechten abgestimmt sind.

Rheuma
Kuren gegen Rheuma und entzündetes Bindegewebe

Zirka 450 verschiedene Krankheitsbilder verbergen sich hinter dem Oberbegriff Rheuma. Rheuma betrifft Entzündungen des Bindegewebes, der inneren Organe und den gesamten Bewegungsapparat. Die Heilungs- und Behandlungsmethoden sind so unterschiedlich und vielfältig wie die gesamten rheumatischen Erkrankungen. So werden unter Zuhilfenahme von Kuren Unterstützungen beim Heilungserfolg erreicht, der allgemeine Gesundheitszustand wird wieder hergestellt und Verschlechterungen durch rheumatische Erkrankungen vermieden. Durch eine erfolgte Remission, die Rückbildung von der Krankheit Rheuma, kann dann der an Rheuma erkrankte Patient mit einer speziellen Kur den allgemeinen Heilungsprozess unterstützen und eventuell eine Rückbildung verhindern. Hierzu werden von den Krankenkassen Aufenthalte in offenen Bäderkuren, oder in den klassischen Kurkliniken angeboten.

Da Rheuma in den unterschiedlichsten Krankheitsbildern auftritt, ist die Auswahl der individuellen Kurklinik von entscheidender Bedeutung. Die Linderung, Heilung oder Vorbeugung durch Badekuren sollte immer mit medizinischen Fachkräften wie Medizin-Rheumatologen erfolgen.

Linderungen bei rheumatischen Erkrankungen erhalten Patienten in speziellen Rheumabädern. Hier werden vor allem Wärmebäder angeboten, die im Zusammenhang mit Thermalbädern, Moorbädern und speziellen Packungen für Linderung und/ oder Rehabilitation bei Rheuma sorgen. Auch bei im Alter entstandenen, rheumatischen Beschwerden (Spondylosen-Arthrosen) helfen Wärmepackungen bei der Linderung von Schmerzen und Beschwerden des Bewegungsapparates. Die Kuren, welche in gewissen Zeitabständen wiederholt werden, verzeichnen mit ihren gezielten Anwendungen die größten Heilungserfolge. Grundsätzlich ist aber bei Kuren und Kurbäder darauf zu achten, dass Behandlungen und Bäder zur Rehabilitation bei rheumatischen Erkrankungen zu hoch dosiert mehr Schaden als Nutzen können. Speziell Immun stärkende und Immun stabilisierende Kuren in Heilbädern und Kurhäusern sollten immer und ausschließlich von erfahrenen Kurärzten begleitet werden.

Schlafstörungen bei Kindern
Behandlungsmöglichkeiten und Ursachen von Schlafstörungen bei Kindern

Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder leiden in verstärktem Maße zunehmend unter Schlafstörungen. Nicht nur unsere zunehmenden Umwelteinflüsse verursachen neben den körperlichen auch psychische Belastungen. Diese entstehen durch Fehlverhalten in der Erziehung im Umgang mit dem Kind. Hierdurch entwickeln sich beim Kind Ängste, welche dieses alleine nicht kompensieren kann und somit auch Schlafstörungen entstehen. Die Schlafstörungen eines Kindes wiederum beeinträchtigen die gesamte Familie und so entstehen weitere Belastungen für das soziale Umfeld.

Aber nicht nur in der falschen oder mangelhaften Erziehung sind die Gründe für die Einschlafstörungen zu finden. So hat sich durch die gesellschaftliche (Fehl) Entwicklung das Verhalten der gesamten Umwelt des Kindes und somit das Einschlafverhalten des Kindes an sich verändert. Die Medien, Fernsehen, Interner usw. nehmen immer mehr Einfluss und bestimmen den Tagesablauf des Kindes und natürlich der Eltern. Weiterhin werden Familien kleiner, die tägliche, ermüdende Auseinandersetzung und Herausforderung mit den Geschwistern fehlt. Dies alles hat direkten (negativen) Einfluss auf das Einschlafverhalten des Kindes und Schlafstörungen sind vorprogrammiert.

Die Schlaf- und Einschlafstörungen des Kindes werden von Kinderärzten in Dyssomnien und Parasomnien gegliedert. Bei den Parasomnien handelt es sich meist um Begebenheiten, welche im Schlaf ablaufen. Zu diesen Abnormitäten, meist durch (Alp- Angst) Träume hervorgerufen, gehören das Schlafwandeln und der Wachschlaf. Bei den Dyssomnien beziehen sich die Schlafstörungen des Kindes auf den Schlaf an sich. Hierbei ist die eigentliche Dauer des Schlafs in Mitleidenschaft gezogen und meist zu kurz. Dyssomnien erklären sich auch durch Störungen im Schlaf- Wach Rhythmus. Die tatsächlichen Ursachen von Schlafstörungen ausfindig zu machen bedarf es aber häufig Langzeitstudien durch sehr erfahrene Ärzte, da es weit mehr als 100 verschiedene Ursachen bei Einschlafstörungen des Kindes gibt.

Somatoforme Störungen
Möglichkeiten der Rehabilitation bei unerklärbaren Körpersymptomen

Medizinisch nicht erklärbare Symptome des Körpers werden als somatoforme Störungen bezeichnet. Diese unerklärbaren Körpersymptome können komplette Organsysteme oder auch einzelne Organe befallen. Ein Befall dieser Symptomatik kann zeitlich unterschiedlich sein, einzelne oder komplette Organe betreffen und sich unkontrolliert ausbreiten. Der von somatoformen Störungen Betroffene leidet nicht nur an körperlichen Symptomen, sondern auch unter psychischen Beschwerden. So kommt es häufig zu posttraumatischen Angstzuständen, Depressionen und Belastungsstörungen. Hierbei können die Symptome bei somatoformen Störungen recht unterschiedlich ausfallen. Hautveränderungen in der Farbe und/ oder durch Fleckenbildung, Atemlosigkeit mit einhergehenden Brustschmerzen, Störungen der Sensibilität, Schmerzen und Ausfluss im Genitalbereich, Brennen beim Wasserlassen, Durchfall, Übelkeit, Blähungen und Leibschmerzen bis hin zum Erbrechen.

Die meisten Mediziner werden bei Patienten mit somatoformen Störungen überfordert und erstellen keine bzw. falsche Diagnosen. Der Grund liegt darin, dass die Ursache für somatoforme Störungen psychische Störungen sind. Durch fehlende Diagnosen werden die betroffenen Patienten zusätzlich belastet und in ihrer Not zum Arztwechsel getrieben. Hierdurch entsteht ein Kreislauf, der weitere somatoforme Störungen verursacht und den betroffenen Patienten immer tiefer in eine Art Hilflosigkeit treibt. Da die meisten Patienten sich nicht darüber im Klaren sind, dass ihre körperlichen Symptome auf seelischen Problemen beruhen, findet eine Überweisung zur psychologischen Betreuung kaum Anwendung.

So sind die Widerstände des leidenden Patienten in den meisten Fällen stark ausgeprägt, wenn der Mediziner diese zur weiteren Behandlung und Erkennung/ Minderung der Symptome an einen Psychologen überweisen will. Beim Patienten mit somatoformen Störungen entsteht der Verdacht, dass der Arzt diesem seine Beschwerden nicht abnimmt und das Problem los werden möchte.

So ist eine Behandlung und direkte Hilfe bei somatoformen Störungen durch eine spezielle Kur, im Zusammenhang mit einer multimodalen Rehabilitation immer erst dann machbar, wenn der Patient seine seelischen Probleme erkannt hat und sich auf eine Therapie einlässt. Die multimodale Rehabilitation, dieser speziellen Kur bei somatoformen Störungen sollte während der Therapie immer die psychische Verfassung und deren Weg ins Gleichgewicht im Vordergrund stehen und die körperlichen Auswirkungen nur als Wegweiser zur Rehabilitierung betrachtet werden.

Tiergestützte Therapien
Heilung von Krankheiten mit Hilfe von Tieren

Solange es Aufzeichnungen gibt, leben Tiere und Menschen in einer engen Beziehung miteinander zusammen. Nicht nur zufällig sind der direkte Kontakt und die enge Bindung von Mensch und Tier bezüglich der Nahrungsbeschaffung entstanden. Auch als Freund und Helfer, zum Hüten von Tieren, als Hilfe bei der Lastenbewegung oder als Ungeziefervernichter lebten Tier und Mensch in enger Bindung. Die Bindung ist für das Tier und den Menschen von fundamentaler Wichtigkeit für die Harmonie des Körpers und der Seele. Es ist erwiesen, dass Menschen, welche Haustiere besitzen, wesentlich gesünder und ausgeglichener sind. Auch sind Menschen durch den Umgang mit Tieren seltener von Herz-Kreislauf Erkrankungen betroffen und haben ein freundlicheres, verständnisvolleres Gemüt.

So ist es wissenschaftlich erwiesen, dass im Zusammenspiel Mensch-Tier das Wohlbefinden der Menschen gesteigert wird. Hierfür sind maßgeblich entscheidend, dass psychische Hemmschwellen und Blockaden gelöst werden, der Bluthochdruck gesenkt wird. Weiterhin geben Tiere dem Menschen durch die Aufgabe der Betreuung Halt und einen Sinn im Leben. Nicht nur aus medizinischen Gründen werden somit Tiere zu therapeutischen Zwecken kranken Patienten zugänglich gemacht. Speziell bei geistig behinderten Menschen bewirkt eine Therapie mit Tieren teilweise Wunder. Die zu verschiedenen Therapien eingesetzten Tiere werden von den Patienten berührt und gestreichelt. Auch zur lösenden Wirkung von Anspannungen und Ängsten vor einem erneuten epileptischen Anfall werden die verschiedensten Tiere mit unterschiedlichen Erfolgen eingesetzt.

In unserer heutigen Zeit werden außer Federvieh und Kaninchen, Katzen, Meerschweine, Hunde, Delphine und Pferde zu Zwecken einer Therapie mit den behandelnden Patienten zusammen gebracht. In den unterschiedlichsten Studien wurde erwiesen, dass ein Einsatz von Tieren der Heilung von verschiedensten Symptomen und Krankheiten förderlich ist. So gibt es tiergestützte Therapieformen in der Physiotherapie, Psychotherapie, Ergotherapie und natürlich der Diagnostik.

Eine sehr umfangreiche, zeitaufwendige Ausbildung (meist von Geburt an) ist erforderlich, wenn Tiere zu Therapiezwecken beim Menschen eingesetzt werden. Damit Tiere bei ihrem sehr engen Kontakt mit Menschen auch gezielt und unterstützend eingesetzt werden dürfen/ können, müssen sie bestimmte Eigenschaften im Wesen aufweisen. Hier sind Kontaktwilligkeit, Lernfähigkeit und Gutmütigkeit unbedingte Voraussetzungen im Umgang mit Menschen. Auch müssen bestimmte Reaktionen von den Tieren unterdrückt werden können, damit diese bei Bewegungen, lauten Geräuschen, das Schreien eines Kindes usw. nicht erschrecken und unvorteilhaft reagieren.

Da die psychologische, beruhigende Wirkung von Tieren auf den Menschen erwiesen ist, werden hierdurch auch Herz-Kreislauf Erkrankungen in gewissem Masse vorgebeugt und teilweise erfolgreich therapiert. Wesentlich mehr Patienten mit Tieren überleben einen Herzinfarkt als Menschen ohne Tiere.


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